Produktion sinkt im ersten Quartal um 2,3%
Nach vier aufeinanderfolgenden Rezessionsjahren starten die Stahl und Metall verarbeitenden Betriebe in Deutschland auch 2026 mit einem Produktionsrückgang. Im ersten Quartal wurde 2,3 Prozent weniger produziert als im Vorjahr. Während im Januar und Februar noch knapp das Vorjahresniveau erreicht werden konnte, ging die Produktion im März um 5,7% zurück. Die schwache Entwicklung dürfte mindestens teilweise durch den Konflikt im Nahen Osten und dessen Folgen auf die Energiepreise erklärbar sein. Einzelne Vormateriallieferanten haben ihre Produktion gedrosselt und dadurch die Wertschöpfungsketten beeinflusst. Der Auftragseingang zeigt sich davon unbelastet und liegt im März mit 6,7% im Plus. Im ersten Quartal 2026 ist die Nachfrage damit um 1,6% gestiegen.
Die Stimmung in den Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen in Deutschland hat sich im April etwas aufgehellt. Erstmals seit September 2025 wird die aktuelle Geschäftslage besser bewertet als im Vormonat, und zwar um 10,9 Saldenpunkte. Die Aussichten für die kommenden sechs Monate haben sich dagegen weiter um 2,3 Punkte eingetrübt. Zur verbesserten Lageeinschätzung passt der Anstieg der Kapazitätsauslastung um 3 Prozentpunkte auf über 75% - ein kleiner Schritt aus dem konjunkturellen Tal hinaus. Jetzt braucht es mutige Reformen gegen die hohe Unsicherheit in Richtung Zukunftsfähigkeit des Standortes.