Produktion sinkt im ersten Halbjahr 2025 um 3,1%

Die Produktion der Stahl und Metall verarbeitenden Betriebe in Deutschland hat das Vorjahresniveau im Juni um 1,8 Prozent unterschritten. Das zweite Quartal war damit 2,5% schwächer als das Vergleichsquartal 2024. Über die ersten sechs Monate ergibt sich ein Rückgang um 3,1%. Die Nachfrage übertrifft das Vorjahresniveau im ersten Halbjahr um 2,3% und im zweiten Quartal um 6%, obwohl der Juni 3% schwächer war. Ursächlich für die positiven Wachstumsraten sind zwar Großaufträge für die Verteidigungsindustrie im April und Mai. Aber auch in anderen Sektoren belebt sich die Nachfrage allmählich.

Die Auslastung der Produktionskapazitäten ist im Juli auf 76,1% gestiegen und nähert sich dem langjährigen Durchschnitt von 81,5% an. Infolgedessen wird die aktuelle Geschäftslage im ifo-Konjunkturbarometer im August um 20,7 Saldenpunkte besser bewertet als zu Beginn des Jahres.  

Trotzdem tritt das Geschäftsklima in den Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen in Deutschland im August auf der Stelle. Zwar wird die aktuelle Geschäftslage nochmals um 6,7 Saldenpunkte besser bewertet als im Vormonat, hingegen fallen die Zukunftsaussichten kurz vor dem Erreichen der Nulllinie um 7,3 Punkte zurück. Der von der EU erzielte Deal im Handelskonflikt mit den USA bringt bislang nicht die erhoffte Planungssicherheit, zudem werden die Zölle auf weitere Produkte, die Stahl oder Aluminium enthalten, ausgedehnt. Auch mit Blick auf die Innenpolitik könnten Hoffnungen auf eine Aufbruchstimmung unter den aufkeimenden parteipolitischen Interessenkonflikten erstickt werden. Der industriepolitische Kompass der Bundesregierung muss dringend nochmals neu justiert werden.

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