Produktion sinkt im ersten Quartal 2025 um 4,1%
Im März hat die Produktion der Stahl und Metall verarbeitenden Betriebe in Deutschland das Vorjahresniveau nur knapp unterschritten. Das marginale Minus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hat maßgeblich zu einer Begrenzung des Rückgangs des Quartalsergebnisses beigetragen. Mit einem Produktionsrückgang um 4,1% liegt das erste Quartal des Jahres 2025 gleichauf mit dem letzten Quartal des Vorjahres. Die Entwicklung der Nachfrage gibt Anlass zur Hoffnung auf einen Vorzeichenwechsel zur Jahresmitte. Im ersten Quartal lagen die Auftragseingänge lediglich 1,2% niedriger als im Vorjahr und im März konnte mit einem Plus von 3% ein erfreulicher Anstieg verzeichnet werden.
Die Produktionskapazitäten bleiben zwar unterausgelastet, der seit zwei Jahren zu beobachtende Abwärtstrend dürfte aber unterbrochen sein. Im April lag die Kapazitätsauslastung bei 73,6% nach 73,7% im Januar 2025 und 72,8% im Oktober 2024.
Die Unsicherheit ist angesichts der geo- und insbesondere handelspolitischen Entwicklungen auf historisch hohen Niveaus. Das spiegelt sich in der Stimmung in den Stahl und Metall verarbeitenden Betrieben in Deutschland wider, die im April einen Dämpfer erhalten hat. Zwar ist das Geschäftsklima nochmals leicht gestiegen, allerdings hat dazu allein die Lagebeurteilung beigetragen, die um 5,7 Saldenpunkte besser bewertet wurde. Die Geschäftserwartungen haben sich dagegen um 1,1 Punkte verschlechtert. In beiden Komponenten des Geschäftsklimas hat zudem der Anteil der Optimisten im Vergleich zum Vormonat abgenommen, nur noch 10,4% der Unternehmer bewerten ihre Geschäftslage als gut, im März waren es noch 12,1%. Eine bessere Geschäftsentwicklung in den kommenden 6 Monaten erwarten 11,5% im Vergleich zu 15,9% im Vormonat. Neben den handelspolitischen Verwerfungen dürfte auch der aus industriepolitischer Sicht weitgehend enttäuschende Koalitionsvertrag auf die Stimmung gedrückt haben.
Der Blick auf die Grafik des Geschäftsklimas zeigt jedoch auch die seltene Situation, dass die Erwartungen optimistischer eingeschätzt werden als die aktuelle Geschäftslage. Das spricht für einen bevorstehenden konjunkturellen Aufschwung der Branche.