Produktion auch im zweiten Quartal im Minus – 0,9% unter Vorjahr

Die Produktion der Stahl und Metall verarbeitenden Betriebe in Deutschland hat auch im zweiten Quartal das Vorjahresniveau verfehlt. Der Rückgang von 0,9 Prozent fällt geringer aus als im Auftaktquartal, daher beträgt die Differenz zum Vorjahr über das erste Halbjahr 1,6%. Die logistischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt haben sich noch nicht aufgelöst, weiterhin sind die Energiepreise überhöht und Lieferketten unter Druck. Demgegenüber hat sich die Nachfrage stabilisiert. Der Rückgang der Auftragseingänge um 7,1% im zweiten Quartal ist auf die Volatilität der Bestellungen von Waffen und Munition zurückzuführen, die anderen WSM-Bereiche haben sich überwiegend positiv entwickelt. Der Ausblick bleibt daher verhalten optimistisch, das bestätigt auch das Stimmungsbarometer des ifo-Instituts.

Im Juli ist das Geschäftsklima der Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen in Deutschland erneut gestiegen. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage legt um 5 Saldenpunkte zu und auch die Geschäftserwartungen für die nächsten 6 Monate wird mit einem Zuwachs von 7,7 Punkten deutlich positiver bewertet als im Vormonat. Nahezu jeder fünfte Umfrageteilnehmer schätzt die Geschäftslage als gut ein, demgegenüber stehen 30,6% negative Antworten. Den Blick in die Zukunft sehen weniger Unternehmer positiv als im letzten Monat – 12,5% nach 14,4% im Juni. Gleichzeitig sind die pessimistischen Einschätzungen gesunken von 29,3% auf 26,3%. Die Daten sprechen zwar nicht für einen bevorstehenden Konjunkturaufschwung, sie spiegeln aber die Hoffnung der Mittelständler wider, dass der Sommer der Reformen die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes stützen könnte.

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