Produktion im dritten Quartal 1% über Vorjahresniveau

Nachdem im August und September das Produktionsniveau jeweils um über 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte, liegt auch das dritte Quartal des Jahres 2022 mit einem Prozent im Plus. Allerdings bilden diese Werte nicht die tatsächliche Entwicklung ab, denn im letzten Jahr ging die Produktion bedingt durch die Verwerfungen in den Lieferketten zurück. Aussagekräftiger ist daher der Vergleich mit dem zweiten Quartal 2022 – gegenüber diesem fällt die Produktion der Stahl und Metall verarbeitenden Betriebe in Deutschland um 0,5% zurück. Dennoch reduziert die Branche den Produktionsrückstand gegenüber dem Vorjahr nach neun Monaten auf 0,7%. Für die letzten drei Monate sind die Aussichten jedoch herausfordernd. Die Auftragseingänge lassen keinen positiven Ausklang des Jahres erwarten, denn sie liegen im dritten Quartal 7% unter dem Vorjahr und 5% unter dem zweiten Quartal 2022.

Das Geschäftsklima spricht ebenfalls gegen eine positive Entwicklung im Schlussquartal. Zwar scheint die Ankündigung des 200-Milliarden-€-Abwehrschirms zunächst den Rückgang der Geschäftserwartungen abzubremsen, dafür beschleunigt sich jedoch der Rückgang der aktuellen Geschäftslage der Betriebe. Die schwächere Auslastung der Produktionskapazitäten bestätigt die Einschätzung der Unternehmer.

Die Bundesregierung muss die Vorschläge der Experten-Kommission Gas und Wärme aus deren Endbericht vom 31. Oktober schnell und entschlossen umsetzen sowie mit weiteren flankierenden Maßnahmen versehen, um Risse in den Wertschöpfungsstrukturen unseres Wohlstandsfundamentes abzuwehren. Die Eckpunkte der zuständigen Ministerien, die basierend auf dem Kommissionsvorschlag am 2. November öffentlich geworden sind, reichen an einigen Stellen nicht aus.

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