Produktion steigt im ersten Quartal des Jahres 2017 um 3,2 Prozent

Im Auftaktquartal zum Wahljahr 2017 hat die Stahl und Metall verarbeitende Industrie ihre Produktion um 3,2 Prozent über das Vorjahresniveau gesteigert. Die erfreuliche Dynamik aus dem Schlussquartal 2016 setzt sich damit sogar etwas beschleunigt fort. Die Prognose von + 1% für die Produktionsentwicklung im Jahr 2017 scheint somit bereits durch dieses starke Quartal nach unten abgesichert zu sein.

 

Die Umsätze der Branche sind im März um 5,5 % über das Vormonatsniveau gestiegen und im ersten Quartal um 4% über das Vorjahresquartal. Zwar zeigt sich die Inlandsnachfrage im Monat März mit + 6,8% dynamischer als die Exporte, die um 3,1% zulegten. Über die ersten drei Monate gesehen tragen die Auslandslieferungen jedoch mit + 5,2% stärker zum Wachstum bei als inländische Kunden (+ 3,2%).

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Die Auftragseingänge haben im Startquartal den Vorjahreswert um 8,9% übertroffen. Dabei zeigen sich inländische und ausländische Abnehmer ähnlich bestellfreudig, während die Auftragseingänge aus dem Inland um 9,1% zulegen, halten die Exportorders mit + 8,5% fast mit. Im Vorjahr waren die ausländischen Betellungen noch um 1,2% rückläufig. Die starke Nachfrage lässt für das laufende zweite Quartal erwarten, dass die Dynamik anhalten könnte. Der mittelfristige Ausblick hat sich dagegen auch im April weiter eingetrübt.

 

Die Zuversicht ist im Mai in die Stahl und Metall verarbeitenden Industrie zurückgekehrt. Nachdem im Vormonat die Zukunftserwartungen um 1,2 Saldenpunkte unter die neutrale Linie zurückgegangen waren, springt diese Komponente des Geschäftsklimas im Mai um 5,4 Saldenpunkte nach oben. Die aus Unternehmersicht positiven Wahlausgänge in den Nachbarländern und in Nordrhein-Westfalen heben die Stimmung und lassen die Risiken zumindest vorübergehend verblassen. Aber auch die aktuellen Geschäfte laufen weiterhin sehr stabil und zufriedenstellend, was die Verbesserung der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage um 7,2 Saldenpunkte zeigt. Das Geschäftsklima erreicht damit den höchsten Wert seit Mai 2011.