WSM schickt Appell nach Berlin:

„CBAM darf nachgelagerte Industrien nicht ruinieren“

Ausschuss für Klimaschutz und Energie beschäftigt sich heute mit CO2-Grenzausgleich
Dass der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) kommt, steht für viele fest. Wie – damit beschäftigen sich heute der Ausschuss für Klimaschutz und Energie des Deutschen Bundestages. Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) schickt den Appell nach Berlin, endlich noch ungelöste Probleme des CO2-Grenzausgleichs anzugehen: Bisher schützen die Vorlagen der EU-Kommission nur Hersteller von Stahl, Aluminium etc. vor globaler Konkurrenz, die ohne Klimaauflagen günstiger produziert . Nun muss es auch um den Schutz der verarbeitenden Industrien gehen, denen immens steigende Vormaterialkosten drohen. Und die auf dem Weltmarkt nicht mehr zu erwarten wären, da Brüssel den Grenzausgleich bisher nur für Importe plant und Exporte nicht entlastet.
Milliarden Mehrkosten – in Berlin muss heute die gesamte Wertschöpfungskette in den Fokus
„Der CBAM darf nachgelagerte Industrien nicht ruinieren. Seine Folgen treffen viele Branchen, nicht nur uns“, führte WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbands zeigt, dass allein auf Stahl und Metall verarbeitende Zulieferer durch steigende Vormaterialkosten über zwei Milliarden Euro zusätzlich zukommen könnten. Das würde viele zur Abwanderung zwingen – das Carbon-Leakage-Risiko stiege. Um das zu vermeiden, muss heute in Berlin die gesamte Wertschöpfungskette in den Fokus rücken.
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