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Strukturmerkmale
Trotz der großen Heterogenität der Produkte gibt es eine ganze Reihe gemeinsamer Strukturmerkmale der Branche:- Die Branche ist stark mittelständisch geprägt. Die Betriebe haben in der Regel eine überschaubare Größe von nicht mehr als 100 Mitarbeitern. Mittelständische Betriebs- und Entscheidungsstrukturen herrschen vor. Größere Unternehmen von 500 und mehr Mitarbeitern sind nur in einigen Unterbranchen zahlenmäßig von Belang. Allerdings tragen Großunternehmen knapp 30% zum Gesamtumsatz der Stahl- und Metallverarbeitung bei.
- Als mittelstandstypisch können die folgenden charakteristischen Merkmale der Branche gewertet werden: Familiengesellschaften sind die dominierende Unternehmensform, die Streuung des Grundkapitals ist gering, die Innenfinanzierung hat einen hohen Stellenwert. Es herrschen Unternehmen mit einem bis zwei Betrieben vor.
- Es herrscht ein geringer Konzentrationsgrad, oder anders betrachtet: eine sehr hohe Wettbewerbsintensität.
- Die Materialintensität und damit die Abhängigkeit insbesondere von den Stahlpreisen ist außerordentlich hoch.
- Der Spezialisierungsgrad ist hoch, es gibt viele Nischenanbieter. Dagegen ist der Internationalisierungsgrad im Vergleich zu anderen Industriezweigen gering.
- Die Exporte der Branche gehen vor allem nach Europa. 2008 wurden Erzeugnisse der Stahl- und Metallverarbeitung im Wert von rd. 31 Mrd. EUR in das zumeist benachbarte Ausland verbracht; der Importwert betrug rd. 18,7 Mrd. EUR. Die Euro-Länder kamen auf einen Importanteil von 65%; die entsprechende Quote für den Export betrug 68,5%.
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