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November 2010Die Produktion der Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen in Deutschland bleibt auch nach 11 Monaten 18% über dem Niveau des Vorjahres Die Produktion der Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland liegt nach elf Monaten weiterhin 18% über dem niedrigen Wert des Vorjahres. Damit ist der Weg zurück auf das Vorkrisenniveau zur Hälfte beschritten, die Produktion müsste um weitere 12,5% zulegen, um wieder auf das Niveau von 2008 zu gelangen (Vergleich Produktionsindex, arbeitstäglich bereinigt, Januar bis November). Dies dürfte aufgrund einer nachlassenden Wachstumsdynamik im Jahr 2011 noch nicht realistisch erzielbar sein, 7 bis 8% Produktionszuwachs sollten jedoch möglich sein. Die bisherige Prognose von 4,5% Wachstum erscheint aufgrund revidierter Werte für Oktober 2010 sowie eines unerwartet starken Novembers zu niedrig. Der sogenannte statistische Überhang aus dem Jahr 2010 beträgt voraussichtlich 4,2%, das bedeutet: Würden die 4 Quartale des Jahres 2011 auf dem Niveau des letzten Quartals 2010 verbleiben, wären bereits diese 4,2% Wachstum realisiert. Die personellen Kapazitäten sind im Jahresverlauf seit Januar 2010 um 3,3% oder rund 10.000 Mitarbeiter erhöht worden.
Die Zuversicht der Unternehmer steigt angesichts des weiterhin kräftigen inländischen Auftragseingangs. Insgesamt fehlen beim Frühindikator Auftragseingang nur noch knapp 9% weiteres Wachstum zum Niveau Januar bis November 2008. Dass die Umsatzentwicklung den beiden vorlaufenden Konjunkturindikatoren nachhängt, zeigt den Lagereffekt in der Wertschöpfungskette: In der Krise wurden entlang der Lieferketten die Lager bis auf minimale Bestände abgebaut, um Liquidität zu schöpfen, jetzt in der Erholungsphase werden die Lager wieder gefüllt, das führt bei den Zulieferbetrieben zu sehr hohen Auftragseingängen und steigender Produktion. Die von den Kunden bestellten Waren sind allerdings zum Teil noch nicht abgerufen, sondern liegen auf dem Fertigteillager des Lieferanten oder in Konsignationslagern zum Abruf bereit. Erst nach Abruf der Teile wird aus den Aufträgen und der Produktion Umsatz. Diese Lagereffekte müssen zum großen Teil von den Lieferanten zwischenfinanziert werden, wodurch die ohnehin knappe Liquidität zusätzlich belastet wird. Dies beschreibt eine der Herausforderungen denen die mittelständischen Stahl- und Metallverarbeiter sich im Jahr 2011 stellen werden. Liquidität und deren Finanzierung bleibt ein Topthema, auch und gerade wenn die konjunkturelle Lage sich verbessert. Es kommt daher jetzt entscheidend darauf an, wie steigende Rohstoffkosten und deren zunehmende Volatilität in der Lieferkette verteilt werden. Zusätzliche Belastungen aus der Energiepolitik gefährden die zurzeit erfreuliche Wachstumsdynamik. Nicht nur steigende Energiesteuern überfordern die Unternehmen, sondern vor allem der weitere erhebliche Anstieg der Umlage für erneuerbare Energieträger (EEG). An dieser Stelle muss die Politik dringend kurzfristig handeln. |
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