WSM-Industrie
Strukturmerkmale
Konjunkturberichte
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
März 2011
Dezember 2010
November 2010
Mai 2010
Januar 2010

Juli 2011

Stahl- und Metallverarbeitung: Konjunktur im Juli

Düsseldorf, 7. September 2011. Die Produktion der Stahl- und Metallverarbeitung in Deutschland ist im Juli weiter gewachsen. Im Vergleich zum Vormonat hat die Branche 2,7% zugelegt. Im weniger schwankungsanfälligen 2-Monatsvergleich ergeben sich 3,7% Produktionszuwachs. Nach den ersten sieben Monaten des Jahres 2011 liegt das Wachstum damit bei 15,7%. Dabei entwickeln sich die Umsätze mit inländischen Kunden mit plus 3,8% weiterhin positiv, während der Export im Vergleich zum Juni um 6,3% rückläufig war.

Angesichts der Auftragseingangsentwicklung scheint sich dieser Trend zukünftig fortzusetzen. Zwar deutet der Vormonatsvergleich einen Rückgang im Inland an, während es im Export etwas mehr Bestellungen gegeben hat. Allerdings wandelt sich das Bild im 2-Monatsvergleich, der für das Inland ein Plus von 5,2% zeigt, während die ausländischen Bestellungen mit +1,4% weniger gewachsen sind.

Erwartungen schwächer

Das Stimmungsbarometer der Branche deutet auf eine zunehmende Verunsicherung hin. Die Zukunftserwartungen waren bereits in den letzten Monaten rückläufig, inzwischen trübt sich auch die Einschätzung der Geschäftslage weiter ein, wenngleich die Indikatoren weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegen. Es verstärken sich damit die Anzeichen, dass der aktuelle Konjunkturzyklus in den nächsten Monaten zumindest Schwächen zeigen könnte.

Der erfreuliche Personalaufbau des Jahres 2010 hat sich in den ersten Monaten 2011 beschleunigt fortgesetzt. Bis Juni haben die Unternehmen knapp 12.000 neue Mitarbeiter eingestellt. Der kräftige Kostenanstieg bei Rohstoffen, Energie und Personal gefährdet allerdings die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Bei hohem Wettbewerbsdruck bleibt die Herausforderung groß, auskömmliche Ergebnisse zu erwirtschaften, die Investitionen und Innovationen ermöglichen.