WSM-Industrie
Strukturmerkmale
Konjunkturdaten
Konjunkturberichte
Dezember 2008
Juni 2008
Dezember 2007
Oktober 2006
März 2006
April 2005
Oktober 2004
Dezember 2003

Dezember 2007

Intakte Konjunkturdynamik bei steigendem Kostendruck

Die Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland haben im abgelaufenen Jahr einen neuen Produktionsrekord erzielt. Nach einem Produktionszuwachs von 8,6 Prozent verarbeiteten sie rund 19,5 Millionen Tonnen Stahl und Metall. Damit wurde ein Umsatz von 81,5 Mrd. Eu-ro erzielt, davon 35 Prozent direkt mit ausländischen Geschäftspartnern. Parallel hat auch der Auftragseingang zweistellig zugelegt, allerdings begünstigt durch einzelne Großaufträge im letzten Quartal. Bereinigt man den inländischen Auftragseingang um diese Sondereffekte, hat dieser um 8,8 Prozent und die Gesamtnachfrage um 9 Prozent zugelegt. Damit hat sich die Inlandsnachfrage deutlich belebt und das Wachstum der ausländischen Bestellungen nahezu erreicht. Aber auch international bleiben die Unternehmen wettbewerbsfähig.

Im Jahresverlauf 2007 hat sich die Bestelltätigkeit nach einem expansiven ersten Quartal auf hohem Niveau stabilisiert. Derzeit ist nicht erkennbar, dass sich Konjunkturrisiken bereits auf die Geschäftsentwicklung der Branche auswirken. Auch die Beschäftigtenentwicklung spricht für ein weiteres Wachstum im laufenden Jahr. Die mittelständisch geprägten Unternehmen der Stahl- und Metallverarbeitung haben im Jahr 2007 – ohne Berücksichtigung der ebenfalls gestiegenen Leiharbeit – mehr als 23.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Damit zählt die Branche inzwischen 440.000 Beschäftigte. Dieser Zuwachs übertrifft erneut deutlich den industriellen Durchschnitt, der bei plus 1,5 Prozent liegt. Mit den Kapazitätserweiterungen der vergangenen Jahre haben sich die Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland das Po-tenzial für weiteres Wachstum geschaffen. Angesichts der aktuellen Auftragslage ist im Jahr 2008 eine Produktionsausweitung um nochmals 4 Prozent möglich.

Der Optimismus über die konjunkturellen Aussichten wird getrübt durch steigende Kosten bei Vormaterial, Energie sowie Personal und hohen Preisdruck seitens der Kunden. Diese belasten die Ergebnisse der Unternehmen mitunter erheblich und relativieren die positiven Wachstumskennzahlen.